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big bird-Projekte

In NRW werden im ÖPNV seit Anfang 2015 smartphonebasierte Check-In / Be-Out-Systeme auf Basis der Bluetooth-Technologie in Feldversuchen getestet.

Im westfälischen Soest wurde Anfang 2015 der erste big-bird Feldversuch durchgeführt.
Mit geringem finanziellem Aufwand wurde dort, ein smartphonebasiertes EFM3-System aufgebaut und getestet. Die in allen Soester Bussen vorhandene Bluetooth-Infrastruktur, die im Rahmen des Projektes Guide4Blind bereits vorhanden war, bildete hier die technische Grundlage.

In einer weiteren Ausbaustufe sind in Duisburg neben drei Bussen, auch zwei Fahrzeuge der Stadtbahnlinie U79 sowie drei unterirdische Stationen mit der Bluetooth-Erfassungstechnologie ausgestattet und werden seit Mitte Juni 2016 in einem Feldversuch getestet. Hier kommt ein eTarif zur Berechnung der gefahrenen Strecke zum Einsatz.

Ein weiteres Projekt aus der big bird-Familie wird möglicherweise in 2017 im VRS umgesetzt. Die Stadtverkehr Euskirchen GmbH und die Regionalverkehr Köln GmbH planen einen Pilotversuch, bei dem das System mit einem elektronischen Tarif für mindestens ein Jahr im Livebetrieb getestet werden soll.

Alle big bird-Projekte bauen aufeinander auf.

In Soest wurde unter realistischen Bedingungen geprüft, ob die Bluetooth-Technologie für eine Raumerfassung zur späteren automatischen Fahrpreisberechnung im Rahmen des elektronischen Fahrgeldmanagements nach VDV-Kernapplikation grundsätzlich geeignet ist.

Beim big bird-Projekt in Duisburg werden neben Bussen weitere Verkehrsmittel, unterirdische Stationen und der eTarif durch Testkunden geprüft. Die Fahrten sollen virtuell nach dem für den VRR geplanten eTarif abgerechnet werden. Bei erfolgreichem Feldversuch ist ggf. ein flächendeckender Ausbau in Duisburg geplant.

In Euskirchen soll die Bluetooth-Technologie und der eTarif im Echtbetrieb, also mit echten Kunden, angewendet und abgerechnet werden.

Die Erkenntnisse der drei big bird-Projekte können nach erfolgreicher Durchführung von allen Verkehrsunternehmen aus NRW genutzt werden.

Ansprechpartner: Frank Merten